
KUEHA (2017-2020)
Die Grundlagen: Kühlen mit Freien Heizflächen erstmals grundsätzlich erprobt
Im Juni 2017 startete das vom BMWi geförderte Vorhaben „EnOB: KUEHA – Erprobung und Demonstration einer neuartigen Systemlösung zur sommerlichen Raumkühlung unter besonderer Berücksichtigung von Energieeffizienz und Praxistauglichkeit“ (FKZ 03ET1461A). Erstmals wurde das Kühlen mit freien Heizflächen grundsätzlich erprobt. Dabei wurden die Grundlagen der Heizflächendurch- und -umströmung unter anderem in Laboruntersuchungen betrachtet.
Den Schwerpunkt bildete die praktische Erprobung und Demonstration in mehreren Anlagen unterschiedlicher Nutzung, Größe und Bauart. Die praktische Erprobung wurde ergänzt durch analytische und numerische Methoden sowie Untersuchungen in einem Klimaraum. Im Vergleich mit Komfortkühlsystemen (Deckenkühlsegel, Wand- und Fußbodenkühlung, Umluftkühlgeräte) wurde die Kühlwirkung freier Heizflächen in mehreren Büroräumen bei realer Nutzung bewertet. Für die Kältebereitstellung wurden u. a. Sole-Wasser-Wärmepumpen, Adsorptionskälte aus BHKW-Abwärme und Brunnenwassernutzung betrachtet.
Zentrale Ergebnisse:
- Feldmessungen belegen ein Temperatur-Absenkpotential von bis zu mehr als 4 K. Bei langanhaltenden Hitzeperioden ist die Wirkung noch größer.
- Der Kaltluftsee kühlt Personen im Raum unmittelbar und wird als sehr angenehm empfunden.
- Tauwasserbildung lässt sich durch eine taupunktgeführte Vorlauftemperaturregelung zuverlässig vermeiden.
- Die Erkenntnisse zu Heizflächendurch- und -umströmung, Regelung und Kältebereitstellung bilden die Basis für die Systemlösung des Folgeprojektes KUEHASystem.
Partner:
- Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB)
- KERMI GmbH
- OHRA Energie GmbH
Status:
- Abgeschlossen, Schlussbericht Juli 2021
- Ausgezeichnet mit dem Dachs-Award 2020

