
KUEHA –
Innovationen für Heizen und Kühlen im Gebäudebestand.

Die Energiewende im Gebäudesektor entscheidet sich im Bereich der Bestandswohngebäude. Zugleich nimmt die sommerliche Überhitzung von Wohngebäuden klimawandelbedingt zu. Was 2017 mit dem Projekt KUEHA und der Frage begann, ob sich mit der vorhandenen Heizungsanlage auch kühlen lässt, ist heute eine erprobte Systemlösung für das Heizen und Kühlen von Bestands-Mehrfamilienhäusern. Dies soll der Ausgangspunkt einer wachsenden Familie von Forschungs- und Innovationsprojekten rund um das Anlagen- und Gebäuderetrofit im Bestand werden.
Auf dieser Seite stellen wir die Projekte, ihre Ergebnisse und die daraus entstehenden Werkzeuge vor, vom Grundlagenprojekt KUEHA über das Reallabor KUEHASystem bis hin zu den Folgeprojekten im Innovationsnetzwerk IBESS.
Vorarbeiten und Ausblick
| Zeitraum | Station | Inhalt |
| bis 2017 | Vorarbeiten zur Bewertung der Wirkung verschiedenster Wärmeübertragungseinrichtungen auf die thermische Behaglichkeit | CFD-Untersuchungen und Simulationsstudien zeigen, dass auch Freie Heizflächen einen deutlichen Kühleffekt erzielen können. Die Idee „Kühlen mit der vorhandenen Heizungsanlage“ entsteht. |
| 2017-2021 | KUEHA | BMWi-gefördertes Projekt (FKZ 03ET1461A) zur grundsätzlichen Erprobung des Kühlens mit Freien Heizflächen. Detaillierte Untersuchung der Heizflächendurch- und Umströmung im Klimaraum und in realen Umgebungen. Bewertung des Temperierungseffektes, Untersuchung der Temperaturverteilung im Raum, des Entstehens und der Wirkung des sich einstellenden Kaltluftsees. Erste Systemkonzepte (Dachs-Award 2020 mit Partner OHRA Energie). |
| 2021–2027 | KUEHASystem | Folgeprojekt (FKZ 03EN6010A/B) zur Entwicklung einer Systemlösung für das Retrofit von Bestands-MFH. Umsetzung in einem MFH (Baujahr 1962) mit 36 WE. Die Wärmebereitstellung über nehmen zwei Sole-Wasser-Wärmepumpen und ein Gas-Brennwertgerät zur Spitzenlastabdeckung. Die Kühlung erfolgt über Freie Heizflächen unter Nutzung des Bestands-Rohrnetzes. Für die Kältebereitstellung wird ausschließlich das Erdsondenfeld genutzt, welches dadurch zum Saisonalspeicher wird. Fast drei Betriebsjahre belegen wirksame Kühlung und erhebliche CO₂-Einsparungen. Abschlusstreffen am 16.09.2026 in Leipzig. |
| seit 2024 | IBESS-Netzwerk | Das ZIM-Innovationsnetzwerk IBESS bündelt Akteure der Energiewende im Gebäudebestand und ist Keimzelle weiterer Projekte. Die TU Dresden ist aktiver Unterstützer des Netzwerkes. |
| ab 2026 | Folgeprojekte | Verschiedene Projekte und Projektideen führen die Themen Anlagen- und Gebäuderetrofit in Bestands-MFH weiter, von Trinkwasser-Hygiene über die Anlagenoptimierung bis hin zur Sanierung feuchtebelasteter Gebäude, der Entwicklung von Sensorik, einschließlich KI-gestützter Analyse. |
